Über mich

Als die Telefone noch an der Wand hingen

Ich wurde 1963 geboren. Ich bin also noch in einer Zeit aufgewachsen,  als die Telefone an der Wand befestigt waren, klickende Wählscheiben hatten und die Post ein staatliches Unternehmen war. Der Zweite Weltkrieg war noch gar nicht so lange vorbei.

Es gab zwei Fernsehsender und das Internet war noch nicht erfunden. Wenn man eine Information suchte, schlug man im Lexikon nach.

Zum Schreiben benutzte man einen Füller oder eine Schreibmaschine.

Analoge und digitale Welt

Meine Generation hat erlebt, wie die analoge Welt, für die wir sozialisiert wurden, zusammengefallen ist und die digitale Welt unser Leben, unsere Art zu arbeiten, zu denken, uns mitzuteilen und zu fühlen, in sehr wenigen Jahren vollkommen veränderte.

Als ich sechs Jahre alt war, landete die Menschheit auf dem Mond.

Als ich zwanzig Jahre alt war, erfand sie den PC.

Als ich schon über dreißig Jahre alt war, entstand das Internet.

Spinner oder Wissenschaft?

Bis Anfang der Nullerjahre galt das Modell der Genexpression von James Watson und Francis Crick. Demnach sollte die Genexpression durch die Art der vorhandenen Gene allein bestimmt werden. Die Umwelt hatte keinerlei Einfluss auf die Gene. Man war seinem genetischen Erbe angeblich ausgeliefert.

Heute wissen wird, dank der Forschungen zur Epigenetik, dass die Genexpression – also welche Gene werden überhaupt wirksam – durch Umwelteinflüsse bestimmt werden. Auch Gedanken und Gefühle gehören dazu. Wir können mitbestimmen, welches Gen wie abgelesen wird, ob wir „gute“ oder „schlechte“ Gene ablesen. Wir können aktiv Einfluss auf unsere Genexpression nehmen und sind nicht mehr passive Empfänger eines genetischen Schicksals. Das Interesse daran, wie wir unser genetisches Schicksal beeinflussen können, hat folglich stark zugenommen.

Als ich meine berufliche Laufbahn begann, galt jeder, der sich mit Meditationstechniken und östlichen Vorstellungen befasste, als „Spinner“, als „Drop out“, als „Hippie“. Man hatte sich klar zu entscheiden, auf welche Seite man gehören wollte: auf die Seite der etablierten reduktionistischen Wissenschaft oder auf die Seite der alternativen, ganzheitlichen „Esoterik“.

Ich war immer neugierig. Daher konnte und wollte ich mich nie nur auf den vorgezeichneten Bahnen bewegen. Ich bin dem naturwissenschaftlichen Denken tief verbunden. Dennoch, ich habe immer auch von Menschen gelernt, die mit Modellen arbeiteten, die gemeinhin als „esoterisch“ bezeichnet werden. Auch diese Modelle stellen emotionale Ressourcen bereit, die wir brauchen.

Körper und Geist

Das Gehirn galt lange als die unangetastete Schaltzentrale des Körpers. Der Körper war, wie der Philosoph Ken Wilber es formulierte: „Eine Art Sack, der vom Halse herabbaumelte“. Alle Organe waren dem Gehirn untertan.

Wir wissen heute, dass das Gehirn vom Herz „gesteuert“ wird, dass das Herz das Gehirn sehr viel stärker beeinflusst, als das Gehirn das Herz.

Das Autonome Nervensystem galt als vom Willen völlig unabhängig und in zwei Zweige aufgeteilt: Den Parasympathikus und den Sympathikus. Es gab nur zwei Zustände: Ruhe und Erholung und Kampf-oder-Flucht, also Stress.

Heute wissen wir, das Autonome Nervensystem besteht aus drei Zweigen und nicht zwei, es ist hierarchisch geordnet und nicht reziprok. Es gibt mindestens sechs Formen von „Stress“ und alle drei Zweige des ANS können sowohl für „normale“ Funktionen verwendet werden als auch für Defensivmechanismen unter Stress. Die Folgen für Psychotherapie und Coaching sind sehr weitreichen.

Das Zeitalter der Spaltung zwischen Körper und Geist geht damit unwiderruflich zu Ende.

Eigene Erfahrungen

Ich selbst habe die Irrtümer der westlichen Medizin buchstäblich am eigenen Leib erfahren. Im Alter von sechzehn Jahren erkrankte ich sehr schwer an Gelenkrheumatismus. Die damaligen behandelnden Ärzte erzählten mir, das wäre genetisch bedingt und daher vollkommen unheilbar.

Und das war nicht wahr.

Ich habe mich selbst durch eine Art der Meditation geheilt und bin jetzt seit knapp dreißig Jahren vollkommen gesund. Das war zu einer Zeit, als das Genom noch nicht entschlüsselt war und Epigenetik als eine Form der Esoterik galt. Die Erfahrung, dass auch Modelle, die von allen etablierten Fachleuten als wahr und gültig behauptet werden, vollkommen falsch sein können, hat mich bis heute geprägt.

Meine Projekte

Ich glaube, dass die Polyvagal-Theorie von Stephen W. Porges, gemeinsam mit anderen Ergebnissen der Neurowissenschaft, die Therapie- und Coaching Welt entscheidend verändern wird. Wir werden sehr viel effizientere und bessere Psychotherapien und Coachingformen anbieten können, als dies in der Vergangenheit möglich war.

Meine Vision für die nächsten Jahre ist es, an dieser Veränderung mitzuwirken.

Schwerpunktmäßig arbeite ich derzeit als Autorin, ich schreibe Bücher und entwickle Online-Kurse,  Nachdem ich einige Jahre meine Praxis geschlossen hatte, nehme ich jetzt wieder Klienten auf Anfrage an.

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